Ein High light unter den Treffen: Hoky´s Memorial 2006

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So traurig der Anlass, so schön das Event.

Margo, Przemek & Pavel haben zum Hoky´s Memorial eingeladen, und jede Menge Menschen und Hunde folgten dem Ruf nach Pozna, einem kleinen Dorf in Polen. 

Gruppenfoto kommt noch

Als wir nach 11 Stunden Autofahrt unser Ziel knapp vor dem Morgengrauen erreichten, wussten wir noch nicht, was uns erwartet. Eigentlich hatte ich nach 4 Wochen Sommerlager keine Lust mehr auf Wolfshunde-Treffen, aber als ich den ersten Kaffee in der Hand hielt, war die Stimmung schon viel besser.  Es dauerte nicht lange, da führten wir schon die ersten interessanten Gespräche.

Ganz schnell wurde klar: Hier spielt es keine Rolle, welche Nationalität Mensch und Hund (ok, ok, man ersetze Nationalität beim Hund mit Zwinger) haben. Es versammelten sich Gäste aus  verschiedensten Ländern am Lagerfeuer und man hatte die  Gelegenheit viele Informationen über Länder, Menschen und Hunde aus erster Hand zu bekommen.

Auf der Tagesordnung standen Samstagmorgen Training im Bereich Unterordnung und Sport,  und für den Nachmittag war der Hoky´s-Memorial Wettkampf angesetzt. Pavel nahm sich viel Zeit bei einer kleinen Einführung in die Unterordnung. Er gab Tipps und Hilfestellung, um den Hunden den Einstieg in den Grundgehorsam zu erleichtern. Bei einer kurzen Demonstration im Vielseitigkeitstraining konnte man die Freude vieler Hunde sehen. Die Zeit verging wie im Fluge.

Schon war Zeit zum Mittagessen. Unglaublich, was es da alles an leckeren Sachen gab. Gerne hätte ich einen Mittagschlaf gehalten, aber es war einfach zu schön, um die tolle Zeit mit schlafen zu verschwenden. Am frühen Nachmittag gab es dann den Hoky´s Memorial Wettkampf. Die Teilnehmer konnten sich selbst einteilen in Anfänger (16 Starter) und Fortgeschrittene, (18 Starter),  Hunde mit Prüfungen mussten bei den Fortgeschrittenen starten. Die Übungen waren für alle Teilnehmer gleich, allerdings mussten die Fortgeschrittenen einige der Aufgaben in Freifolge absolvieren.

Die Gruppen waren ungefähr gleich groß. Als erstes waren die Anfänger dran. Neben der Leinenführigkeit, wurde auch überprüft ob Herrchen/Frauchen „Sitz-Platz-Steh“ können- zusammen mit ihrem Hund natürlich. Einige andere nette Übungen wurden  von einem Wolkenbruch unterbrochen, sodass sich der Wettkampf durch die Regenpause, und die hohe Teilnehmerzahl, in die Länge zog. Wir waren am frühen Abend endlich dran. Gestartet wurde paarweise. Netterweise war der Ablagepartner eine nette Hündin, so dass Vidux gerne auf seinem Platz in der Ablage wartete (ein Hund war auf der Strecke und einer in der Ablage- solange der andere im Parcours unterwegs war).  

 

Beide, Calu und Vidux haben alle Übungen komplett absolviert- und auch nicht bei sonderbaren Situationen „gescheut“.

Zugegeben, Vidux hätte die eine oder andere Übung „ordentlicher“ ausführen können, aber die Viecher haben sich jetzt auch endlich mal ein Ruhepause verdient. Seit über vier Wochen ziehen sie jetzt durch die Länder und müssen überall arbeiten. Jetzt dürfen sie auch mal ein paar Tage pausieren. Natürlich sind wir, wie jeder Hundebesitzer, stolz auf unsere Hunde- aber inzwischen geben unsere uns immerhin öfters einen Grund dazu. Das Team Calu/Gunter hat in der Fortgeschrittengruppe den Wettkampf Hoky´s Memorial gewonnen, und Team Vidux/Kerstin hat in der selben Gruppe den dritten Platz belegt.

 

Vor der Siegerehrung gab es erst mal Abendessen. Und das hatte es mal wieder in sich. Die Auswahl an Fleisch, Salaten, Kuchen und Getränken war riesig. Zusätzlich zum großen Grill, der vollgepackt mit leckeren Fleischspießen war, gab es noch offenes Feuer mit einer Ziege. Unglaublich. Es gab so viele leckere Sachen, bekannte und unbekannte und alles hat supergut geschmeckt.  

 

Satt und zufrieden haben wir noch lange am Lagerfeuer gesessen.

 

Sonntagmorgen, wie immer vor dem Frühstück, aber zu einer diesmal erträglichen Zeit: Fährtentraining.

Pavel hat sich viel Zeit genommen um Aufbau und Ablauf in mehreren Sprachen zu erklären.

Und nach dem Frühstück kam die von einigen heiß erwartete Jugendpräsentation und Körung. Wir konnten uns entspannt, in der endlich scheinenden Sonne, zurücklegen und zuschauen. Wieder waren hübsche Tiere zu sehen. Für Vidux haben wir entschieden, dass er sich noch in Ruhe fertig entwickeln darf, ehe er zur Körung „muss“. Mit seinen 19 Monaten ist er immer noch nicht fertig entwickelt, weder körperlich, noch charakterlich. Trotzdem finde ich die Veränderungen, die er durchgemacht hat schon interessant. Schauen wir mal, was da noch alles kommt.   

 

Mit Ende der Körung ging auch das Treffen so langsam zu Ende. Wir haben noch ein bisschen zusammen gesessen und konnten uns nicht richtig durchringen, die lange Rückfahrt anzutreten. Irgendwann konnten wir die Abreise aber nicht weiter aufschieben und haben uns dann auf den Weg gen Südwesten gemacht. Regen, Stau, Unfälle und die Müdigkeit haben die Fahrt für uns Menschen zur Qual gemacht. Die Hunde lagen zufrieden schlafend im Auto und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht, als sie ihr „Bett“ abwechselnd mit uns teilen mussten.

 

Für mich war es das schönste Treffen des Jahres, leider auch ziemlich weit weg, besonders für ein Wochenende.

Es war perfekt organisiert und die Gastfreundschaft war unbeschreiblich. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und kommen, wenn wir dürfen, nächstes Jahr gerne wieder.

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