Sababurger
Wolfsnächte und die Kultur der Sami
Am
3. und 4. März 2007 waren wir zu Gast im Tierpark Sababurg.
Unter dem Thema Sababurger Wolfsnächte und die Kultur der Sami trafen
sich Musher aller Klassen zu dieser Veranstaltung. Wir hatten die
wunderbare Möglichkeit mitten im Tierpark, bei Vollmond, umgeben von
Haustieren und Wildtieren, zu übernachten. Es war ein Erlebnis, nur
100 Meter entfernt von meinen Lieblingstieren die Nacht zu verbringen.
Es gibt übrigens Tiere, die ich genauso toll finde, wie Wölfe. Auch
sie teilen ein ähnliches Schicksal wie die Wölfe und sind in
Freiheit fast ausgestorben. Sie haben uns direkt beim Eingang zum
Tierpark als Statue begrüßt- und gleich danach auf der rechten Seite
der Eingangsgeraden „versteckt“, was bei ihrer Größe ziemlich
schwer ist.
Samstag-
und Sonntagnachmittag gab es viele interessante Vorträge rund um
Wölfe und Schlittenhunde, sowie eine Ausstellung mit
Informationen und Kulturgut der Sami und dem Rentier, sowie Fahrten
mit den Schlittenhunden.
In diesem
Rahmen hatte wir die Gelegenheit unsere Tschechoslowakischen
Wolfshunde vorzustellen. Die Referenten haben ihre privaten Photoalben
für uns geöffnet und ließen uns in spannenden Vorträgen, an einer
anderen Welt mit Schnee, Eis, Wölfen, Rentieren und Schlittenhunden,
teilhaben.
Bei
all den besuchenswerten Vorträgen, Lesungen und Diashows wurde die
Zeit knapp, den Park zu erkunden, deshalb schlossen wir uns
Samstagabend der Führung zu den Tieren des Nordens an. Wir verweilten
lange bei Wölfen und Vielfraß, den ich jetzt mit sehr viel mehr
Respekt sehe. Der Luchs hielt sich verborgen, aber wir wurden mit
Fakten versorgt. Natur und Tiere wurden uns erklärt, beschrieben und
näher wieder gebracht.
Die Musher konnten auf einem gut abgesteckten Rundkurs unterhalb der
Sababurg trainieren. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit zur
Mitfahrt auf einem Trainingswagen.
Besonderes
Highlight für uns: Ein Musher war bereit
Vidux in seinem Team laufen zu lassen. Wir waren froh und ein
bisschen stolz, dass er sich bei seinem ersten Einsatz als
Schlittenhund gut geschlagen hat. Seine Einführung ins Team war nicht
so, wie man sich das wünscht. Man brummt nicht zur Begrüßung den
Leithund an. Der Musher war erfahren und mutig genug umzudisponieren,
seine Hunde an andere Positionen zu setzen und Vidux trotzdem
mitzunehmen. Wir waren uns der Aufgabe
und der Gefahr, einen fremden Hund zu integrieren durchaus bewusst und
sind dankbar, dass uns
diese Möglichkeit gegeben wurde. Es war schön zu sehen, dass Vidux
gut arbeitet und der Lauf verlief ohne besondere Vorkommnisse.
Die
Tierparkleitung und alle Mitarbeiter sorgten engagiert für optimale
Bedingungen. Sie hatten jederzeit ein offenes Ohr und versorgten uns
im mit vielen Informationen über die Tiere im Park und im
Reinhardswald. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und kommen gerne
wieder.