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Wesen
Der Tschechoslowakische Wolfshund sollte ein Arbeits- bzw.
Diensthund sein. Er wurde gezüchtet, um die Grenzen zu bewachen und seine Herrn
zu schützen. Ebenso sollte er leistungsfähig sein und gerne und ausdauernd
arbeiten. Genau hier entwickelte sich das Problem: Der Tschechoslowakische
Wolfshund ist kein Deutscher Schäferhund, er ist anders. Er ist zwar arbeitswillig, fährtensicher
und ausdauernd, aber er fängt sehr schnell an sich zu langweilen.
Er ist sehr sensibel und mag weder Härte noch wechselnde Hundeführer.
Er sucht
sich auch seine Bezugsperson(en) aus. Sein Rudel schützt er beispiellos und
umsichtig. Er will überall mit dabei sein und hasst es allein zu bleiben. Seine
Zerstörungswut bei längerem Alleinsein ist legendär und äußerst unangenehm
wenn der Hund in der Wohnung gehalten wird.
Da er nicht so leicht auszubilden ist, wie ein DSH und auch wolfstypische Eigenschaften, wie zum Beispiel Scheu gegenüber
Menschen, ausgeprägtes Fluchtverhalten, oder gesteigerte Aggressivität zeigt,
war er als Diensthund nicht uneingeschränkt zu gebrauchen. Deshalb wurde das
Zuchtprogramm eingestellt und von der tschechischen Armee nicht weiter in dieser Richtung
gearbeitet. Heute wird mit dem Tschechoslowakischen Wolfshund auch wieder
Schutzdienst gemacht, aber die Ausbildung erfordert sehr viel Geduld und
Umsicht. Andere Hunde sind wesentlich einfacher auszubilden. Sehr gut eignet er
sich als Fährtenhund (wenn man den Jagdtrieb unter Kontrolle bekommt) und ist
auch im Bereich Agility, Hindernislauf, Dauerlauf und ähnliche Sportarten
einsetzbar.
Der
Tschechoslowakische Wolfshund ist nicht
einfach zu
handhaben
und ist kein Anfängerhund.
Er ist kein Stubenwolf, kein
Wolfsabbild, kein Sportgerät.
Persönliche
Anmerkungen
Genetik ist nicht
alles.
Wie sich ein Tschechoslowakischer Wolfshund entwickelt hängt
im großen Maße von seiner Umwelt ab. Das geht bei der Geburt los und endet mit
seinem Tod. Alles was dazwischen passiert prägt ihn. Was er in der Jugend schon
erlebt hat macht ihn sicher. Wenn er das Zusammensein mit Menschen kennt,
verschiedene Alltagssituationen kennt, ist es möglich ihn überall mit hin zu
nehmen. Das ist auch nötig, wie er nur sehr ungern alleine bleibt. Wenn er
liebt, dann tut er das mit aller Wucht, die einen im wahrsten Sinne des Wortes
umhaut. Wenn er hasst, tut er das mit unmissverständlicher Inbrunst.
Er ist
eine „lernende Persönlichkeit“ mit eigenen Ideen und eigenem Willen. Klar
sind noch „aktive“ Wolfsgene in ihm. Überlegt einmal, wie es Wölfe immer
wieder geschafft haben, sich der „Vernichtung“ zu entziehen und zu überleben.
Diese Überlegenheit ist noch immer vorhanden.
Der Tschechoslowakische Wolfshund findet immer einen Weg.
Wenn nicht heute dann morgen…
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